Beratung der Spieler/innen
Die Bereitschaft der Schüler/innen zu spielen ist unterschiedlich. Die Reaktionen können in fünf Gruppen eingeteilt werden. Jede Spieler/innengruppe verlangt eine spezifische Beratung.
1. Eine Spielerin verlangt gezielt ein bestimmtes Spiel, dessen Regeln bekannt sind. Sie sucht sich selbst eine Gruppe, mit der sie zusammen spielt.
Für diese Schüler/innen ist keine Beratung nötig.
2. Ein Schüler leiht sich ein Spiel aus, um es mit Mitschüler/innen zu spielen, die das Spiel noch nicht kennen.
Häufig braucht auch diese Gruppe keine Spielberatung. Nur in seltenen Fällen, wenn zum Beispiel „wissende" Schüler/innen Schwierigkeiten haben, die Regeln zu erklären, helfen Lehrer/innen, oft reichen dazu wenige Sätze.
3. Einige Schüler/innen lassen sich bei der Auswahl der Spiele beraten.
Wenn eine Schülerin ein bestimmtes Spiel ausleihen möchte, kann es passieren, dass das Spiel schon vergriffen ist. Jetzt setzt die Spielberatung ein, der Gruppe wird eine Alternative vorgeschlagen. Dazu sollten die Berater/innen Spielregeln und Ablauf der Spiele kennen. Bei der Empfehlung kommt es auf die Zusammensetzung der Spielgruppe an. Häufig werden Aktionsspiele vorgeschlagen, die Aufmerksamkeit erregen, Spielinteresse hervorrufen und andere Spieler/innen zum Mitspielen auffordern.
4. Einige Schüler/innen spielen nicht, stören aber andere.
Bei dieser Gruppe ist die Spielberatung am schwierigsten, da besonders ältere Schüler/innen Spiele als „Kinderkram" abqualifizieren, oft ein Zeichen von Unsicherheit oder Angst. Diese Spieler/innen können manchmal durch Denkspiele motiviert werden, mitzuspielen. Solche Spiele müssen leicht erlernbar sein und attraktive Spielideen und -inhalte besitzen. Aktionsspiele werden auch von dieser Schüler/innengruppe gern gespielt. Hier kann es ein zusätzlicher Anreiz sein, wenn Lehrer/innen mitspielen.
5. Einige Schüler/innen lassen sich nicht zum Spielen bewegen.
Diese Schüler/innen bleiben als Zuschauer/innen in der Spieliothek. Bei ständigen Störungen müssen sie aufgefordert werden, den Raum zu verlassen. Dieser Fall tritt aber nur sehr selten ein.
Beratung für Spieliotheken
Spielempfehlungen Schüler/innen unserer Schülerfirma „SiS" veröffentlichen regelmäßig Spielempfehlungen in der Zeitschrift DIE GANZTAGSSCHULE (Zeitschrift des Ganztagsschulverbandes. Gemeinnützige Gesellschaft Tagesheimschule e.V., Geschäftsstelle: Arolser Straße 11, 60389 Frankfurt/M.). Redaktionsanschrift: Behörde für Schule, Jugend und Berufsbildung, Ulrich Rother, Hamburger Straße 31, 22083 Hamburg. Auf der Internetseite des Ganztagsschulverbandes können diese Empfehlungen nachgelesen werden. Literatur Dirk Hanneforth: Die Spieliothek in der Ganztagsschule. Wochenschau Verlag, Schwalbach/Ts. 2005. (ISBN 3-89974166-8)
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