Schulsozialarbeit
Seit dem Schuljahr 2009/2010 gibt es an der Johannes-Rau-Schule eine Schulsozialarbeiterin des Evangelischen Gemeindedienstes, seit dem Schuljahr 2010/2011 verstärkt durch eine Sozialarbeiterin im Anerkennungsjahr.
Die Schulsozialarbeit ist ein Angebot der Jugendhilfe mit einem Büro in der Schule und so leicht für die Schülerinnen und Schüler zu erreichen.
Oberstes Ziel ist, Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeit und ihren Bezugssystemen zu stärken und so die Vorraussetzungen für eine eigenständige, selbstbestimmte und verantwortliche gesellschaftliche Teilhabe zu schaffen.
Ein Kind mit stabilem Selbstvertrauen ist wissbegierig und mutig Neues auszuprobieren. Es ist davon überzeugt, Probleme, die ihm in der Schule , in der Familie oder im sonstigen Umfeld begegnen, lösen zu können und nutzt seine Talente und Ressourcen. Es setzt sich realistische Ziele und übernimmt altersgemäß Verantwortung für sein Handeln.
Die Schwerpunkte der Schulsozialarbeit des Evangelischen Gemeindedienstes an der Johannes-Rau-Schule liegen in der Beratung und im Sozialen Lernen.
Beratung
Vor Ort und zeitnah finden Kinder, Jugendliche, deren Sorgeberechtigte und Lehrerinnen und Lehrer eine vertraute Person, mit der sie freiwillig, vertraulich (Schweigepflicht), lösungs- und lebensweltorientiert an ihren Anliegen, z. B. Erziehungsfragen, Schulschwierigkeiten, Probleme und Konflikte in und außerhalb von Schule, arbeiten können.
Ziel der Beratung ist die Erhöhung der Problembewältigungskompetenz der Ratsuchenden. Die Erfahrung, ihre Situation verändern zu können steigert ihr Selbstvertrauen. Die Suche nach Lösungen orientiert sich an den individuellen Stärken und Hilfemöglichkeiten im sozialen Umfeld der ratsuchenden Person(en). Kinder, Jugendliche, Sorgeberechtigte und Lehrer/innen, werden darin bestärkt, ihre Verantwortung für die Lösung ihres Problems zu übernehmen und entsprechend zu handeln.
Die Beratung findet mit Einzelpersonen und mit Gruppen in den Sprechstunden, an Elternsprechtagen, bei Hausbesuchen und an vereinbarten Terminen statt. Bei Gruppenberatungen handelt es sich häufig um Konfliktgespräche. Neben der Vermittlung zwischen den Konfliktparteien geht es auch um die Vermittlung von Kompetenzen zur selbständigen, gewaltfreien Konfliktlösung, z.B. mit dem Modells der Ich-Botschaften. Bei Mobbing wird mit Unterstützergruppen im Sinne des no-blame-approachs gearbeitet.
Die Schulsozialarbeit kooperiert mit der Beratungslehrerin und dem Schulpsychologen. Bei längerfristigem Hilfebedarf vermittelt sie an Beratungsstellen, Fachdienste und das Jugendamt.
Soziales Lernen
Auftakt zum sozialen Lernen im Jahrgang 5 sind 2 außerschulische Projekttage, die dem tieferen Kennen lernen und der Teambildung dienen.
Je nach Bedarf gestaltet Schulsozialarbeit den „Unterricht „Soziales lernen“ in Kooperation mit der Klassenleitung.
In jedem Schuljahr führt die Schulsozialarbeit in allen Jahrgängen eine Unterrichtseinheit zu einem Thema des sozialen Lernens wie z.B. „mobbing“ oder „Ich-Botschaften“ durch.
Am Streitschlichterprogramm und am Busbegleiterprojekt wirkt die Schulsozialarbeit sowohl während wie auch nach der Ausbildung mit.
Trainings zur Konfliktlösung und Selbstbehauptung werden entsprechend personellen und finanziellen Ressourcen durchgeführt.
All diese Maßnahmen dienen der Förderung sozialer Kompetenzen wie Respekt vor Menschen und Dingen, realistische Selbst- und Fremdwahrnehmung, Grenzen setzen und akzeptieren, Einfühlungsvermögen, Teamfähigkeit, Gefühle und Bedürfnisse angemessen ausdrücken und Konflikte gewaltfrei lösen.
Einige Projekte finden in Kooperation mit außerschulischen Partnern statt.
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